durch Zufall fand ich auf der Seite http://www.baumkunde.de/ besagtes eBook als PDF zum kostenlosen Download (5,1MB, nichts für langsame Modem-Verbindungen). U.a. wird jeder der 24 Runen des älteren FUTHARK ein einheimischer Baum zugeordnet. Es bietet sehr interessante Anregungen. Dazu hat es eine Qualität, die ich an Büchern am höchsten schätze: Die Zuordnungen werden nicht als unverrückbare Wahrheiten hingestellt, sondern der Autor ermuntert jeden, sich seine eigenen Gedanken zu machen und eigene Erfahrungen zu sammeln. Es lohnt sich auf jeden Fall!
Zum Einstimmen und für alle, die es nicht herunterladen können, hier das Gedicht "Baum des Lebens" des Verfassers Wilfried Fink von http://www.friedensrad.de/ . Der Autor hat seine Zustimmung zur Veröffentlichung in diesem Forum gegeben.
Viele Grüße Huelga
Baum des Lebens (von unten nach oben lesen)
Oh Baum des Lebens - wir sind wunderbar. Kraftvoll miteinander, im Herzen klar, So wird der Kopf frei für neues Walten. Am Stammbaum kann jeder innehalten,
Und Birken lassen uns Schöpfung loben. Ebereschen lach'n humorvoll wieder, Eschen verbinden unten und oben, Die Weiden beugen sich schützend nieder,
Und Erlen ahnen den Nebel der Zeit... Hainbuchen vermitteln ein neues Ziel, Die Eiche - Sinnbild für Beharrlichkeit, Die Stechpalmen mahnen zum Mitgefühl,
Und Kiefern spiegeln unsere Unschuld. Der Apfel aus dem Paradiese stammt, Die Ulmen sind selten und voll Geduld, Buchenstäbe bedeuten Toleranz,
Und die Hasel raunt das Lied der Erde. Der Weißdorn das Herz von Lähmung befreit, Der Holunder zeugt vom Stirb-und-Werde, Die Tanne hilft uns in der Dunkelheit,
Und Kastanien sind ein Friedenslicht. Ein Wachholderhain schenkt Geborgenheit, Die Zitterpappel steht für Zuversicht, In der Eibe finden wir Ewigkeit,
Und die Lärche gibt uns Selbstvertrauen. Die Walnuß macht Mut für den Neubeginn, Die Linde öffnet das Herz zu schauen, Am Anfang lehrt der Ahorn das ICH BIN,
Heilige Säule - welch ein Himmelstor. Wirbel für Wirbel richt' ich mich empor, Ich spür dich in mir - bist nicht nur Traum. Die Kraft der Ahnen lebt im Weltenbaum;
das ist eine ganz tolle Seite und das Gedicht ist wunderschön. Dankeschön. Es erinnert mich ein bißchen an ein anderes was ich Euch hineinkopieren werde.
Der Autor ist tot darum kann ich nicht mehr fragen ob es ihm recht ist. "Cad Goddeu" heißt es und soll vom walisischen Barden Taliesin stammen.
Das Gedicht orientiert sich am keltischen Urmythos und zeigt sehr schöne Pflanzenrituale der damaligen Zeit. Es berichtet unter anderem Gwyddyon die Inselbretonen vor einer Niederlage bewahrt indem er sie in Bäume und Sträucher verwandelt und sie sie siegen.
Seht, die Wipfel der Buche haben gerade Knospen geschlagen wirken verändert, so jung... frei von ihrem welken Sein
Seht weiter, die Buche lebt wohl, Trotz aller Flüche und Litanei und die Eichen verbinden einander es ist wieder Hoffnung für Bäume
Ich erkundete den alten Farn um Wissen zu ergründen doch der Alte Math ap Mathonwy war noch viel weiser als ich...
Doch mit neun guten Gaben hat das Göttliche mich gesegnet Als die Frucht unter den Früchten geboren von neun Bäumen
Pflaume, Quitte, Heidelbeere, Maulbeere, Himbeere und Birne Schwarze und weiße Kirsche und die Elsbeere (oder Eberesche) sind ein Teil meiner Selbst Von meiner Feste in Fefynedd, der so stark bewehrten Stadt, sah ich die Bäume und Sträucher hinfort eilen irgendwohin
Bescheiden vor dem Glück wurden sie von Gott gegeben in die Form der Buchstaben unseres Alphabets...
Wanderer staunten nicht schlecht, Krieger wurden aufgeschreckt über die Rückkkehr des Krieges von Gwydion wohl geplant
Unter der Zungenwurzel tobt ein höchst schrecklicher Kampf und ein anderer gibt nimmer Ruh. hoch droben im hinteren Kopf
Doch die Erlen waren in der ersten Reihe, beginnen mit dem Gemetzel Weide und Eberesche treten verspätet in die Schlachtreihe. Die Steineiche, so dunkelgrün, Hält entschlossen stand, ist doch bewaffnet mit vielen Speerspitzen die verwunden die törichte Hand
Unter den stampfenden Füßen der raschen Eiche dröhnen nun Himmel, Hölle und Erde Mannhafter Hüter der Pforte, so heißt ihr Name in allen Sprachen
Groß ist der Stechginster in der Schlacht und der Efeu streut giftige Blüte, der Haselstrach ist der Richter in einer verzauberten Zeit.
Ungestüm und so wild bleibt die Tanne, Grausam gar der Eschenstamm, weicht doch keinen Fuß beiseite und zielt direkt auf das Herz.
Die Birke, zwar sehr edel, wappnet sich dennoch erst spät: Dies ist zwar keinerlei Feigheit sondern zeigt hohen Stand...
Das Heidekraut spendet doch Trost dem erschöpften Volke im Kampf und die nimmermüden Pappeln brechen oft in der endlosen Schlacht.
Etliche werden so verworfen auf dem Felde der Ehre auch wegen der Breschen, die ihnen des Feindes große Macht schlägt
Und so zürt allen der Weinstock, dessen Knappen die Ulmen sind. Ich Unwürdiger preise sie vor allen den Herrschern der Reiche.
Starke Häuptlinge sind der Schwarzdorn dessen üble Frucht tötet und der unbeliebte (Bruder) Weißdorn in seiner ähnlichen Brünne....
Das rasche Feinde verfolgende Schilf und der Besenginster mit seiner Brut samt dem Stechginster benehmen sich wüst, biss sie gezähmt waren
Gaben verschenkt die edle Eibe und steht finster am Rande der Schlacht und der Holunder brennt nur langsam in sengenden Feuern des Feindes zur Nacht
Voller Segen bleibt immer der wilde Apfel lachend vor Stärke und Stolz geboren aus dem Gorchan des Maeldrew neben der felsigen Wand.
Und im Verborgenen blühen Liguster und Geißblatt, noch Laien in der Schlacht bewacht von der ritterlichen Kiefer....
Aber ich, wenngleich von allen verachtet, weil ich nimmer groß war ich kämpfe ihr Bäume, in Euren Reihen auf dem Feld von Goddeu Brig.
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